Martin
Routinier
 

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| REZENSION: Sword Of The Stranger |
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"Gejagt von den Kriegern der Ming Dynastie durchreist der Junge Kotaro mit seinem Hund durch das mittelalterliche Japan. Als Kotaro in einen Hinterhalt gerät, rettet ihn der Samurai Nanashi vor den Angreifern. Nanashi (der "Namenlose"), der als außergewöhnlicher Elitekämpfer in den Kriegen jener Zeit ein gefürchteter Gegner war, schließt sich dem Jungen an, damit er sein Ziel erreicht: einen Tempel, in dem Kotaro seine Bestimmung erfahren soll. Allerdings erweist sich die Reise dorthin als ziemlich aufregend, da sie nicht nur von einer ganzen Armee Mingkriegern verfolgt werden, sondern auch von einem außergewöhnlichen Schwertkämpfer, der niemand Geringeren sucht, als den besten Gegner für ein Duell Mann gegen Mann ..."
Produktbeschreibung Hersteller
Hinter SWORD OF THE STRANGER verbirgt sich die erste Kinoeigenproduktion des im Westen vor allem durch FULL METAL ALCHEMIST bekannten STUDIO BONES, welches auch in anderen Produktion, zu denen immerhin prestigeträchtige Anime wie der COWBOY BEBOP-Movie oder EUREKA 7 gehören, unter Beweis gestellt hat, das man in der Lage ist, nicht nur thematisch interessante Sachen zu produzieren, sondern diesen auch versteht, ein eigenständiges und attraktives Erscheinungsbild zu verpassen.
Angesichts der visuellen Qualitäten schon der TV-Produktionen war es natürlich kein leichtes Unterfangen für das Studio, den gesetzten Standard für eine Kinoproduktion mit Aushängeschildwirkung noch einmal zu übertreffen, aber das Ergebnis kann überzeugen, wenn auch eher an der Oberfläche denn in der Tiefe.
Denn die Story, die Charakterzeichnungen sowie die Aussage sind zwar nicht wirklich uninteressant, kommen aber über Genrekonventionen auch nicht hinaus, was enttäuschend vor allem angesichts der Tatsache ist, dass das Genre des historischen Realfilms in Japan zahllose hervorragende, auch inhaltlich begeisternde und originelle Vertreter hervorgebracht hat.
Daran kann SWORD OF THE STRANGER qualitativ leider nie anknüpfen, dennoch vermag die Handlung eingermaßen zu fesseln.
Dafür bietet der Film aber ein wahres Fest für die Sinne, gerade dem Freund der handgezeichneten Zeichentrickkunst werden ob der meisterlich gezeichneten Hintergründe sowie der flüssigen 2D-Animationen Augen und Herz aufgehen, vor allem, da die Charaktere scheinbar versuchen, ihr mäßig interessantes Innenleben durch perfektes Design auszugleichen, und das erfolgreich.
Auch die Inszenierung der zahlreichen Actionszenen darf als makellos bezeichnet werden, die Kämpfe sich nicht nur hervorragend animiert, sondern auch dramaturgisch geschickt und aufregend gestaltet.
Langer Rede kurzer Sinn: SWORD OF THE STRANGER sieht verdammt gut aus und hört sich in den Ohren Vieler auch ähnlich gut an, mir war der pathosgeschwängerte Score von Naoki Sato aber doch thematisch etwas zu unpassend, vor allem das immer wiederkehrende Hauptthema zu irisch, obwohl es für sich gesehen sehr ordentlich klingt.
Ein Meilenstein der Animegeschichte ist SWORD OF THE STRANGER dann leider nicht geworden, STUDIO BONES empfiehlt sich mit dem Anime aber zumindest als herrausragendes Animationshaus, wenn schon nicht als fesselnder Geschichtenerzähler.

Sword Of The Stranger
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Martin: 03.03.2010 16:14.
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